Im Uhrzeigersinn schreibe ich Unsinn

Donnerstag, 30.05.2013

Und schon sind zehn Monate vergangen. Ich musste heute meiner Lieblingsklasse - der sechsten - ein wenig verbittert erklaeren, dass das heute mit ihnen meine letzte Stunde gewesen ist. Geh nicht, warum gehst du schon, wann kommst du wieder? Natuerlich werde ich sie vermissen, keine Frage. Doch werde ich nur mit Traenen von hier gehen? Das weniger. Ich freue mich auf die Zeit, in der ich nicht alle hundert Meter mit "Oye Gringo" begruesst werde und das nur ein, zwei Strassen von meiner Wohnung in Otavalo entfernt. Darauf kann ich gut und gerne verzichten. Doch all die verschiedenen Fruechte fuer einen Spottpreis? Mal im Ernst 30 Orangen fuer einen Dollar...Dafuer kann ich mich wieder anderen kulinarischen Raffinessen zuwenden denke ich mir darauf. Doch die habe ich hier doch auch! Aber nicht ohne dass mein Magen mir regelmaessig sagt, dass er das Ganze nicht lange in sich behalten kann. Deshalb kann ich es kaum mehr erwarten einfach mal in Deutschland in irgendetwas Ungewaschenes oder den naechstbesten Doener zu beissen und es passiert...nichts! Unglaublich.
Doch bevor das geschieht geht es erst einmal auf, den kulturellen Horizont erweitern. Kann man jedoch davon sprechen wenn an sich in Panama oder Costa Rica nur drei, vier Tage aufhaelt? Stark zu bezweifeln! Doch diese Laender interessieren mich auch nicht wirklich, weil...ja warum eigentlich? Weil sie mir zu westlich sind? Sprich, zu europaeisch, so wie das in dem ich geboren bin? Es zieht uns Touristen zumeist in Laender, deren Kultur weit entfernt ist von der Unseren. Natuerlich wollen wir etwas voellig Neues erleben, erfahren und kennenlernen, keine Frage. Aber sobald es nur ein bisschen in die Richtung eines eigenen Landes geht will ich es mir nur kurz angucken. Und schnell Abstand gewinnen. Und andererseits sehne ich mich doch nach eben jenem...
Und so freue ich mich wahnsinnig darauf das Glueck bis Mexico reisen zu koennen und dafuer zwei Monate Zeit zur Verfuegung zu haben. Und auf all die Begegnungen mit Menschen vor Ort, anderen Voluntaeren und allem Unerwarteten.
So blicke ich einerseits mit ein wenig Trauer zurueck, was allerdings voellig unnoetig ist, denn ich kann sagen, dass die letzten zehn Monate gefuellt waren von vielen, schoenen, genialen Momenten, die ich niemals mehr missen moechte. Andererseits kann ich es kau erwarten, dass es weitergeht. In das Ungewisse.

Euer Jonas, der euch hoffentlich waehrend seiner Reise mal wieder mit mehr Schriftlichem begluecken wird.

11.05.13

Freitag, 17.05.2013

Corazón 4788

Montag, 06.05.2013

Rucu Pichincha 4694

Montag, 29.04.2013




Black and white, view on Quito

Community. You know what it is, black and...

Freitag, 26.04.2013

Tanz, Tanz !

Freitag, 29.03.2013

Von Otavalo aus ging es in die Nachbargemeinde meiner Gemeinde, nachts.
Es ist kalt, ungemuetlich und wir Voluntaere, die Gringos, wie der Herr auf der Buehne betont, stehen inmitten der restlichen Gemeindemitglieder, unterhalten uns und warten etwas unschluessig, ob denn nun Musik gespielt wird.

Dann geht es los und es wird kraeftig im Kreis getanzt (gelaufen?) und dann gibt es einen kleinen Schrei und wir drehen uns alle um 180 Grad und es geht weiter.

Ecuador - Paraguay 4:1

Freitag, 29.03.2013

Das ganze Stadion ist gelb!!! ¡Vamos Ecuatorianos, esta tarde tenemos que ganar!  ¡Si se puede, si se puede!

Um mich herum euphorisches Publikum, der Schiedsrichter wird beschimpft, da der einfache Zuschauer ja jede Entscheidung besser weiss und das Bier fliesst.
In all dem Chaos zwischen mir und Julia mein 14- jaehriger Gastbruder, ruhig aber mit einem kleinen Schmunzeln im Gesicht, scheinbar ziemlich cool, ich glaube aber innerlich ist er sehr aufgeregt!
Zuvor waren wir in der Mall, nahe des Stadions kurz eine Kleinigkeit essen und er meinte zu mir:"Wie koennen so viele Menschen am gleichen Ort, so viele verschiedene Dinge essen?"
Es muss beeindruckend fuer ihn sein und ich merke, dass ich viel zu oft vergesse, dass ich nicht von mir auf andere Menschen schliessen darf, die das ein oder andere noch nie gesehen haben.
Vor dem Stadion haben wir uns jedenfalls noch alle Ecuador Trikots gegoennt, um uns der Farbe des restlichen Publikums anzuschliessen, die Laola Welle innigst zu fuhlen und jedes Tor unseres zweiten Heimatlandes gebuehrend zu feiern. Ein Hoch auf den Bierregen und vielleicht auch auf das Primitive!
Alles in Allem auf jeden Fall ein gelungener Tag.

Tag ein, Tag aus

Freitag, 29.03.2013

Die eine Woche bin ich motivierter. Die naechste packt mich so gar nicht die Lust in meine Gemeinde oder Gastfamilie zu gehen. Warum? Meine Kinder hoeren mir eh nicht zu und spielen am Nachmittag lieber GTA oder Need for Speed am Computer und sind mit dem Kopf schon lange in der virtuellen Welt. Und meine Gastfamilie? Meinen Gastvater bekomme ich kaum zu Gesicht, da er nur alle drei Wochen nach Hause kommt und sonst im Dschungel arbeitet. Meine Gastmutter rennt den ganzen Tag durch die Gemeinde, impft Kuehe, sorgt sich um die Schweine der anderen Familien und faehrt in die naechste Stadt, um wieder neue Medikamente einzukaufen. Und ich? Ich lese nachmittags. Spiele ein wenig mit den Kindern. Denke ueber Gott und die Welt nach und merke, dass der Alltag in der Gastfamilie doch sehr eintoenig und wenig erfuellend ist.
In der motivierten Woche komme ich in die Schule, meine Sechstklaessler begruessen mich mit Freude, sind zwei Stunden mucksmaeusschenstill und hinterfragen sogar den Unterricht. Zudem begruesst mich nachmittags mein Gastvater in der Familie und ist gerade dabei, einen Schweinestall fuer unsere vier suesssen Rudiruesselschweine zu konstruieren und ich packe mit an und besudel mich von oben bis unten mit Zement, da ich zuerst unfaehig bin, Schubkarren durch ein Feld zu schieben, ohne etwas zu verschuetten ( Das hat sich bei der vierten Schubkarre allerdings gebessert.) und meine Gastfamilie bedankt sich ueberschwenglich bei mir ueber die kleine Hilfe.

Impresiones de acá y allá

Donnerstag, 14.03.2013

Jonas on the hills !

Donnerstag, 14.03.2013

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